Willkommen beim Netzwerk Duogynon e.V.

Als eingetragener Verein möchten wir Betroffene des großen Medizinskandals vernetzen, Informationen bereitstellen und gemeinsam für die Anerkennung der Schädigungen eintreten.

Wir haben derzeit Meldungen von 634 Duogynonbetroffenen – Informieren Sie sich über die Historie,
den aktuellen Stand und unterstützen Sie uns! (in England www.primodos.org)

Berichte und Dokumentationen aus dem TV

Der vertuschte Skandal: Ein Pharmakonzern und sein Hormonpräparat

Diese preisgekrönte ARD Dokumentation von Dr Christian Stücken aus Dezember 2016 zeigt, wie das Medikament Duogynon – ähnlich wie Contergan – wohl für die Missbildung von Tausenden Babys verantwortlich war.

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Duogynon-Geschädigte: Hoffnung nach Durchbruch in England

Ein BR Kontroversbericht aus dem Juli 2020 zeigt die aktuellen Geschehnisse nach der Veröffentlichung des englischen Untersuchungsberichtes auf. In England hat sich der englische Gesundheitsminister bei den Betroffenen entschuldigt.

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Bitter Pill: Primodos (Englisch)

Diese SKY Dokumentation aus dem August 2020 zeigt die gesamten Geschehnisse rund um den Medikamentenskandal auf. Ein englischer Untersuchungsbericht schlägt Ausgleichszahlungen an die Betroffenen vor, auch Theresa May fordert dies.

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Primodos: The Secret Drug Scandal (Englisch)

Diese SKY Dokumentation aus dem Jahre 2017 zeigt den Skandal. Der SKYNEWS Journalist Jason Farrell flog z.B. in die USA und traf eine Familie. Diese hatte eine Entschädigungszahlung erhalten…

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Das Wichtigste

 

Was wir tun

Am 16. September 2020 wurde im Gesundheitsausschuss in Berlin ein Forschungsprojekt zum Thema Duogynon knapp angerissen. Es geht um die vollständige Aufarbeitung des Skandals in Deutschland. Dieses Projekt soll bis 2021 Ergebnisse liefern. Weitere Details stehen noch aus, das BMG muss diese nun rasch liefern (Link zur Erklärung der Abgeordneten Fr. Stamm-Fibich).

In England veröffentlichte der Untersuchungsausschuss Independent Medicines and Medical Devices Safety Review unter dem Vorsitz von Baroness Julia Cumberlege am 8. Juli 2020  seinen Bericht, der den Titel “First Do No Harm” trägt. Das Review Team (www.immdsreview.org.uk) war von der britischen Regierung beauftragt worden, diese Überprüfung durchzuführen.
“First Do No Harm” enthält neun wichtige Empfehlungen. Dadurch sollen die Betroffenen dringend benötigte Hilfe und Unterstützung erhalten und das Risiko vermeidbarer Schäden durch Medikamente und medizinische Geräte in Zukunft soll verringert werden. Die Regierung sollte sich bei den Geschädigten entschuldigen und ein Entschädigungsfonds soll eingerichtet werden. Dazu forderte auch Theresa May die Regierung auf.
Das Review Team bezeichnete die Affäre als “einen Skandal” und der britische Gesundheitsminister Matt Hancock entschuldigte sich bei den Betroffenen: “Ich möchte mich im Namen des NHS und des gesamten Gesundheitssystems bei den Betroffenen und ihren Familien für ihre Frustration und für die Zeit entschuldigen, die vergangen ist, bis ihre Stimmen gehört wurden.” Das Medikament hätte schon 1967 vom Markt genommen werden müssen, so die Einschätzung der Kommission.

Der Berliner Medizinrechtsanwalt Jörg Heynemann vertrat Betroffene. Bisher wurden 120 Rundbriefe versandt. Die eigenen beängstigenden Tierversuche aus dem Jahre 1969 versetzten Schering in Panik, doch nichts geschah. Bayer lehnte alle Gespräche ab und gewann vor Gericht nur wg. der Einrede der Verjährung. Der Richter schlug eine Mediation vor, auch dies wurde abgelehnt. Die alten Scheringakten aus dem Berliner Landesarchiv zeigen auf, was Schering damals schon wusste. Dort lagern 7.000 Seiten alter Scheringdokumente, wie z.B. Anweisungen des Vorstandes, Tierversuche…. Auf Antrag können alle Medien, Wissenschaftler und mutmaßliche Geschädigte diese Akten einsehen. Diese Unterlagen waren nun Bestandteil eines Untersuchungsausschusses in England. In den letzten Jahren gab es viele Debatten zu Primodos im englischen Parlament. In England wurde Bayer verklagt.

Auch der Bundestag ist informiert

Ein Fachgespräch zu Duogyon fand im Deutschen Bundestag am 13.03. 2019 statt. Mehr als 30 Abgeordnete hatten zugesagt. Die Aufklärung soll nun weiter vorangetrieben werden. Bayer bzw. die englische Regierung wurde in England verklagt.

Nun haben 38 Abgeordnete des Bundestages einen Brief an Frau Merkel gesandt. Darin wird um eine umfassende Aufarbeitung des Falles Duogynon gebeten (10.5.2019).

Anbei der aktuelle BR-Kontroversbericht zum Fachgespräch im Deutschen Bundestag: https://www.br.de/mediathek/video/medikamenten-skandal-neue-hoffnung-fuer-duogynon-opfer-av:5c8987219a9723001a94d321

Gemeinsame Presseerklärung des Abgeordneten Herrn Pilsinger CSU und der Abgeordneten Frau Stamm Fibich SPD. Aufklärung wird gefordert!

Gesundheitspolitikerinnen fordern Unterstützung für Duogynon Kinder (März 2019)

Duogynon Petition: https://www.change.org/p/runder-tisch-und-anerkennung-der-fakten-im-fall-duogynon

Die deutsche Regierung sieht weiterhin keine Veranlassung zu weiteren Untersuchungen oder gar Gesprächen mit den Betroffenen, während in England ein erneuter Untersuchungsausschuss läuft.

 

 

Auch in Deutschland haben die Behörden und der Hersteller, auch nach damaligem Standard, nicht rechtzeitig gehandelt.

In den Berliner Landesarchivakten ist die absolute Untätigkeit genau belegt. Bis heute war kein Gespräch mit dem BfArM, dem BMG oder Bayer möglich. Auch die Arbeitsweise des BfArM in den letzten zehn Jahren muss kritisch hinterfragt werden.

Melden Sie Ihren Fall unbedingt dem BfArM. Bis heute sind dort 517 Fälle gemeldet. Nennen Sie Details zur Einnahme und den Schädigungen und senden Sie eine formlose Email

 

Inzwischen gibt es mehrere TV-Dokumentationen und zahllose Medienberichte

Im August 2020 veröffentlichte Sky die Doku “Bitter Pill” (nun auf youtube). Ein beklemmender Bericht über einen großen Medizinskandal. Bis heute warten die Geschädigten in Deutschland auf Anerkennung. Im Film ist zu sehen, wie sich der englische Gesundheitsminister bei den Geschädigten entschuldigt. Theresa May empfiehlt der englischen Regierung Ausgleichszahlungen vorzunehmen. Zudem wird auch das Versagen der Aufsichtsbehörden aufgezeigt.

Im Bericht von BR Kontrovers (7/2020) ist zu sehen, dass Abgeordnete uns fraktionsübergreifend unterstützen. Nach dem englischen Untersuchungsbericht aus Juli 2020 muss nun auch eine Aufklärung in Deutschland stattfinden. Zeitnah müssen auch hier die Schäden anerkannt werden und Unterstützung für die Betroffenen folgen. Schon die letzte EWG (Kommission in England 2018) hält die Möglichkeit eines Zusammenhangs für gegeben, aber sprach “offiziell” nur von keinem kausalen Zusammenhang. Nach der Sommerpause soll der Fall Duogynon im Bundestag besprochen werden.

SKY NEWS – Verbindung zu Geburtsschäden (4.4.2019)

Mi 21.11. Magazin Kontrovers berichtet! Hier der Link zum Video:
https://www.youtube.com/watch?reload=9&v=jkVo1MpuxpI

Do 22.11. Der STERN berichtet: https://www.stern.de/gesundheit/duogynon—neue-hinweise-auf-fehlbildungen-bei-kindern-durch-hormonpraeparat-8458210.html

Die Augsburger Allgemeine Zeitung berichtet in Bayern: Link zum Bericht

SKYNEWS berichtete als erste Meldung in den Abendnachrichten (Neue Oxford Studie zeigt den Zusammenhang mit Missbildungen; Bericht ehemaliger Schering Mitarbeiterin):
https://www.youtube.com/watch?v=bGMgEAjauqE
https://news.sky.com/story/new-study-links-pregnancy-drug-primodos-to-birth-defects-11565112

In England entschuldigte sich der Gesundheitsminister bei den Betroffenen

In England wurde am 8.7.2020 wurde der englische Untersuchungsbericht veröfffentlicht. Der englische Gesundheitsminister entschuldigte sich bei den Primodosbetroffenen. Das Medikament Primodos / Duogynon hätte man 1967 vom Markt nehmen müssen. Die Untersuchungskommission empfiehlt Bayer Entschädigungzahlungen an die Betroffenen zu leisten. Es sollen nun weitere Lehren aus dem Bericht gezogen werden. Es wird z.B. ein Entschädigungsfonds gefordert. Theresa May empfiehlt der englischen Regierung nun Ausgleichszahlungen vorzunehmen. Premierminister Boris Johnson will sich mit den englischen Geschädigten treffen.

Quelle: www.immdsreview.org.uk / (deutsche Übersetzung der wichtigsten Seiten zu Primodos)

Bemerkenswerter Beitrag der Universität Oxford. (April 2019)

Neue Studie aus England! 40% mehr Missbildungen nach der Einnahme hormoneller Schwangerschaftstests! (peer review Prozess läuft! = Gutachten). Quelle: https://f1000research.com/articles/7-1725/v1

Die englische Version von Duogynon (=Primodos im Jahre 1975) mit Warnaufklebern. In anderen Ländern wurde es immer noch als Schwangerschaftstest eingesetzt.

Neue Studie (Tierversuch) aus dem Jahre 2018 bestätigt das Potential von Duogynon Missbildungen auszulösen!
Nina Hagen und Michael Greis unterstützen uns.

 

Demo am Brandenburger Tor mit Nina Hagen, Conterganunterstützer wie Christian Stürmer und Andreas Meyer, Freunden aus unserer Gruppe, Unterstützern, Politikern,….. Vielen Dank für die Hilfe!!!

Der Film “Der vertuschte Skandal” zeigt das Ausmaß des Skandals.

 

 

 

Dougynon-Petition

Das deutsche BfArM unternimmt praktisch nichts und hält an einer diskussionswürdigen Studie aus dem Jahre 2012 fest. In Deutschland wird nun die Duogynon – Petition (“Einrichtung eines Entschädigungsfonds für Duogynon-Geschädigte”) beraten.

Sie wollen uns unterstützen?

Wir freuen uns über Ihre E-Mail oder jede andere Unterstützung bei politischen Verantwortungsträgern!